„Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst.“

„Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst.“

Kennen Sie dieses Buch noch? Es erschien vor circa 10 Jahren, und am besten gefiel mir daran der Buchtitel. Allerdings war auch „die Erleuchtung“ als solche damals noch ein erstrebenswertes Ziel für mich. Weise wollte ich sein, in mir ruhend und stets das Richtige tuend, mit einem milden Buddha-Lächeln im Gesicht, Anderen verzeihend und über den Dingen stehend, nein schwebend…

Heute will ich das nicht mehr. Heute sage ich „Ich lebe doch noch“, wenn jemand von mir Erleuchtungs-ähnliche Einsichten und Handlungen verlangt. „Du als Kommunikationstrainerin und Coach müsstest doch….“Nein, muss ich nicht. Ich darf Mensch sein, ich darf Fehler machen, ich darf auch mal unfair sein und mich danach wieder entschuldigen (oder auch nicht), und ich darf die Messlatte, an der ich mein eigenes Handeln messe, im Rahmen des sozial Akzeptablen bewusst selbst platzieren, immer wieder neu.

„Mit jedem Moment, in dem du dein Leben geniesst, machst du der Welt ein Geschenk!“ sagte einmal ein wirklich weiser Mensch zu mir. Seither geniesse ich mehr und geniesse es, wenn auch Andere geniessen, nicht perfekt sein zu müssen, sich intensiv im Mittelmaß suhlen, auf Karriere bewusst verzichten und „Erfolg“ für sich neu definieren. Mit der Geißel in der Hand sich selbst zu immer besseren Ergebnisskennzahlen zu treiben und Erlebtes stets durch die Brille des noch vorhandenen Optimierungspotenzials zu sehen macht auf Dauer keinen Spass. Vielleicht ist ja auch schon Alles genau so, wie es sein soll? Und die Erleuchtung möglicherweise schon da?

Christine Schauer - Coach Ravensburg

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