“Je besser die Beziehung zwischen Coach und Coachee, desto besser das Coaching-Ergebnis.”

“Je besser die Beziehung zwischen Coach und Coachee, desto besser das Coaching-Ergebnis.”

[Wirtschaft und Weiterbildung 07/08.2013 Seite 38 – 40]

Ich finde dieses Ergebnis der aktuellen Studie toll und noch besser, dass damit das Bauchgefühl empirisch belegt ist.

Was aber hindert eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Coach und Coachee? Meine Einschätzung ist, dass die Bedeutung der Emotionen und die damit verbundenen Wertehaltungen nicht ausreichend in die Arbeit integriert wird. Eine gute methodische Ausbildung, die gute Struktur des Prozesses, Sach- und Fachkompetenz einer bestimmten Branche oder Erfolge als Führungskraft etc. zählen oft mehr, als die Bereitschaft, sich auf die Persönlichkeit des Gegenübers einzulassen.

Die individuell  gültigen Bedürfnisse und die damit verbundenen Emotionen eines Menschen beeinflussen massiv das Miteinander, und zwar in jeder Situation! So führen unterschiedliche Werte und Emotionen zu Störgefühlen, zu Missverständnissen oder fehlendem Vertrauen im Coaching beispielsweise. Kommunikation beruht immer auf dem interaktiven Sender/Empfänger-Prinzip und Menschen, ob nun Coaches oder nicht, die sicher einschätzen können, welche Fremdwahrnehmung sie auslösen und gleichzeitig erkennen, was dem jeweiligen Gegenüber wichtig ist, haben einen wesentlich besseren Zugang zur Welt des Anderen.

Mit fundiertem Wissen über menschliche Motivation gelingt es wesentlich besser, Gesprächspartner einzuschätzen, bisweilen schwierige Gesprächspartner zu öffnen, Konflikte vorzubeugen etc. Die empirische Forschung von Reiss ermittelte die 16 „psychological needs“  und den neuen Ansatz mit der Aussage, dass Missverständnisse in der sozialen Interaktion auf der Differenz von Eigen- und Fremdwahrnehmung beruhen. Die Motivationale Selbstbezogenheit erschwert in der Regel  den Zugang zum Anderen, aber nicht aus Respektlosigkeit, obwohl es so wirkt, Geringschätzung oder Besserwissen, obwohl gar nicht beabsichtigt, sondern aus Unwissenheit über die Wirkung intrinisischer Motivatoren.

Die Verbesserung  der Interaktion erfolgt durch eine neue Betrachtung der Persönlichkeiten. Neu meint die Beachtung der für entsprechende Situationen  wichtigen Aspekte der beteiligten Persönlichkeiten. Die entsprechende Situation hier ist das Coaching, eine Situation in der eine Persönlichkeit Unterstützung braucht/sucht/wünscht und eine andere gibt sie.Vertrauen passiert dabei intuitiv, wenn Sie auf „gleicher Wellenlänge sind“! Menschen verstehen sich einfach besser, wenn sie in ihren Persönlichkeitsmerkmalen (traits) ähnlich sind – der emotionale Zugang und Umgang ist um einiges einfacher!  Damit ist ein einheitliches Verständnis von den Dingen dieser Welt möglich. Wenn sie sich unähnlich sind, dann ist es schwieriger, denn es bedeutet, wertschätzend miteinander umzugehen, obwohl man unterschiedliche Werte schätzt. Das Reiss Profile ist hierbei eine äußerst wertvolle Hilfe.

Monika Janzon, Coach aus Mönchengladbach, wird in einem der nächsten Mitteilungen entsprechende Beispiele aus ihrer Praxis nennen. Sie freut sich über Ihr Interesse.

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